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Herzlich willkommen auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!

Hier haben Sie die Möglichkeit Informationen über die Norddeutsche Philharmonie Rostock und ihre Konzerte sowie unsere Vereinsarbeit zu erhalten und mit dem Orchester und mit uns in Kontakt zu kommen.

Bei Unklarheiten finden Sie alle aktuellen Termine  immer auf der Seite des Volkstheaters Rostock (www.volkstheater-rostock.de)! Dort können Sie auch Tickets buchen.

Wir freuen uns über Wünsche und Anregungen, Lob und Kritik zur Arbeit unseres Vereins und der Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Nachricht gerne weiter.

129. Konzertsaison

Konzerte 2025/26

Musikalische Schätze aus Wien beim 5. Philharmonischen Konzert

Chefdirigent Marcus Bosch hat mit Sopranistin Tineke Van Ingelgem und Pianist Oliver Triendl hochkarätige Künstler nach Rostock eingeladen

1. Philharmonisches Konzert:

So, 25.01. um 18:00 Uhr
Mo, 26.01. um 18:00 Uhr
Di, 27.01. um 19:30 Uhr

Jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn findet eine Einführung statt. Am Dienstagabend nach dem Konzert lädt das Orchester zur Philharmonischen Lounge ein.

Generationen an Komponisten haben das reiche musikalische Erbe Wiens geprägt. Wien ist die Hauptstadt des Walzers, der Operette und des Wiener Liedes. Allein diese drei Genres vereinen jeweils eine ganze Welt in sich. Millionen von Menschen rund um den Erdball lassen sich noch heute vom Wiener Musikleben verzaubern.

Die Wege der drei Komponisten, die beim 5. Philharmonischen Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock im Mittelpunkt stehen, laufen in Wien zusammen. Chefdirigent Marcus Bosch hat für das Januarkonzert besondere musikalische Schätze ausgesucht.

Den Auftakt bilden die „Ungarischen Tänze“ des in Hamburg geborenen Johannes Brahms (1833-1897). Die 21 Tänze, die in den Jahren 1858 bis 1869 für vierhändige Klavierfassung entstanden, sind überwiegend Bearbeitungen vorhandener Melodien. Das orchestrale Arrangement für die Tänze Nr. 1, 3 und 10, das Brahms 1873 schrieb, wurde am 5. Februar 1874 unter der Leitung des Komponisten in Leipzig uraufgeführt. Es gehört noch heute zu den beliebtesten Werken des Norddeutschen: feurig, volkstümlich, virtuos.

Johannes Brahms kam 1862 erstmals nach Wien und gab ein Klavierkonzert. 1863 bis 1864 fungierte er als Chormeister der Wiener Singakademie. Am 1. Dezember 1867 fand die Uraufführung von drei Sätzen seines Deutschen Requiems im Musikverein statt. Hier sollten in den kommenden Jahren viele seiner heute bekanntesten Werke uraufgeführt werden. Ab 1871 ließ er sich endgültig in der österreichischen Musikmetropole nieder.

In Wien begegnete Brahms auch dem aus Kiel stammenden Komponisten Hermann Grädener (1844-1929), der ab 1864 Violinist am Hoforchester war, viele Jahre am Konservatorium und später an der Wiener Universität Musiktheorie unterrichtete. Grädener gehörte bald zum Freundeskreis von Brahms und schrieb u.a. zwei Opern, zwei Sinfonien, Violin- und Cellokonzerte sowie ein Klavierkonzert. Im Großen Haus Rostock wird das Konzert für Klavier und Orchester d-Moll op. 20 von Hermann Grädener zu hören sein. Das Werk, geschrieben in den 1880er Jahren, zählt zu den musikalischen Entdeckungen des Pianisten Oliver Triendl (geb. 1970), der sich als engagierter Fürsprecher für selten gespielte Komponisten einen Namen erworben hat. Sein unermüdlicher Einsatz – vornehmlich für romantische und zeitgenössische Musik – spiegelt sich in mehr als 150 CD-Einspielungen. Oliver Triendl, Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, konzertiert erfolgreich auf Festivals und mit zahlreichen renommierten Orchestern weltweit. Der Rostocker Chefdirigent Marcus Bosch unterstützt sehr gern das Anliegen, weniger bekannte Werke vorzustellen. Wie Triendl sucht er nach „Trüffeln“, um seinem Publikum den großen Reichtum der klassischen Musik zu zeigen.

Auch die „Hymnische Sinfonie“ der hochbegabten und von Zeitgenossen bewunderten Bruckner-Schülerin Mathilde Kralik von Meyrswalden (1857-1944) gilt als besondere Rarität. Die Tochter eines böhmischen Glasindustriellen kam zur Ausbildung nach Wien und absolvierte ihre Kurse mit Auszeichnung. Ihrer Kompositionsklasse gehörten auch Gustav Mahler, Hans Rott, Rudolf Krzyzanowski und Katharina Haus an. Wie Mahler schloss sie mit einem 1. Preis ab. Mathilde Kralik schrieb u.a. Klavierwerke, eine Weihnachtskantate für Chor und Orchester und die dreiaktige Märchenoper „Blume und Weißblume“. Wie viele ihrer Kolleginnen hatte es Kralik in ihrer Zeit schwer, in der männerdominierten Musikwelt Beachtung zu finden.  Sie war im Vereinswesen aktiv, im Damenchorverein, in der Bachgemeinde und im Klub der Wiener Musikerinnen.

Den Finalsatz der „Hymnischen Sinfonie“ wird in Rostock die belgische Sopranistin Tineke Van Ingelgem übernehmen. Ihr großartiges schauspielerisches Talent und ihre Bühnenausstrahlung, kombiniert mit einer hellen und kräftigen Stimme, wird die Rostocker Zuhörer sicherlich begeistern.

Vom 5. Philharmonischen Konzert anno 2026 wird eine CD produziert, unterstützt vom Club 77 der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V..

ANETTE PRÖBER

Volkstheater Rostock mit Oper „Don Giovanni“

Die Oper „Don Giovanni“ zählt zu den bedeutendsten Werken von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791). Mit ihrer Mischung aus Drama, Komik und düsterer Moral hat sie seit ihrer Uraufführung im Jahr 1787 nichts von ihrer Faszination verloren.

Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte bezeichneten „Don Giovanni“ als „Dramma giocoso“. Dieser Begriff beschreibt eine besondere Operngattung, die sowohl ernste als auch komische Elemente vereint. Während Don Giovanni als skrupelloser Frauenverführer eine düstere Strafe erhält und sich die Handlung dramatisch zuspitzt, sorgen Figuren wie der Diener Leporello für komödiantische Leichtigkeit. Diese einzigartige Mischung macht die Oper bis heute spannend und vielseitig.

Die Inszenierung im Großen Haus des Volkstheaters Rostock wird Hausregisseur Daniel Pfluger gestalten, der mit „Amadeus“, „Hänsel und Gretel“ sowie „Cabaret“ mehrere Erfolgsproduktionen der letzten Jahre am Volkstheater Rostock verantwortet hat. Die musikalische Leitung liegt bei Svetlomir Zlatkov. Es singt der Opernchor des Volkstheaters und es spielt die Norddeutsche Philharmonie Rostock.

WEITERE TERMINE im Großen Haus:

Donnerstag, 22. Januar 2026 um 19:30 Uhr; Sonntag, 01. Februar 2026 um 15:00 Uhr;
Freitag, 06. März 2026 um 19:30 Uhr; Freitag, 27. März 2026 um 19:30 Uhr

KARTEN gibt es an der Vorverkaufskasse des Volkstheaters in der Doberaner Str. 134-135 (Telefon: 0381 3814700), an der Abendkasse sowie an allen bekannten Vorverkaufskassen und unter: www.volkstheater-rostock.de.

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Nachrichten

Volkstheater-Intendant dankt Marcus Bosch

Mit der Konzertsaison 2025/26 endet zum Sommer 2026 das Engagement des künstlerischen Leiters der Norddeutschen Philharmonie Rostock, Marcus Bosch, am Volkstheater Rostock. Unter dem Saison-Motto „Glück und Schmerz“ hat das Konzertpublikum zahlreiche Gelegenheiten, die Philharmonie und den Chefdirigenten zu erleben. Er wird sich im Anschluss neben seiner Professur an der Hochschule für Musik und Theater München vermehrt seiner internationalen Karriere und der Weiterentwicklung der Opernfestspiele in Heidenheim (Baden-Württemberg) widmen. Dem Rostocker Orchester bleibt er als Gastdirigent verbunden. Ab 2013 gastierte er regelmäßig in der Hansestadt, wurde zur Spielzeit 2018/19 als Conductor in Residence berufen, ab 2020/21 als Chefdirigent und prägt seitdem eine künstlerisch überaus erfolgreiche Zeit.

„Ich danke Herrn Bosch für die sehr erfolgreiche und intensive Zeit bei uns, für sein Wirken mit dem Orchester und dafür, dass er mit daran gearbeitet hat, das Theater in die Stadtgesellschaft zu öffnen“, erklärt Ralph Reichel, Intendant des Volkstheaters.

„Ich freue mich sehr auf die herausfordernde neue Spielzeit, die noch einmal ein Panoptikum der gemeinsamen Arbeit mit der Norddeutschen Philharmonie bietet“, sagt Marcus Bosch. „Dabei denke ich an viele bewegende und herausragende Konzert- und Opernerlebnisse zurück und bedanke mich bei allen, die meine Arbeit und mich unterstützt haben.“

Der international gefragte Dirigent, bekannt für seine Innovationsfreudigkeit, hat in Rostock mehrere Formate neu geschaffen und zum Erfolg geführt. Stellvertretend seien die „Klangwolke” in Kooperation mit dem NDR, ein Radio-Konzert in der Corona-Zeit, „Rostock BRAHMSt” als „Graswurzel“-Festival, das erfolgreiche Musik- und Talkformat „Musik am Herd“ in der Kunsthalle und das „Erdmännchenkonzert“ im Zoo genannt. Philharmonische Konzerte haben dem Orchester unter seiner Führung mit erfolgreichen CD-Produktionen und zahlreichen Mitschnitten für Deutschlandfunk Kultur und den NDR überregionale Aufmerksamkeit gesichert. Nicht zuletzt initiierte Bosch den Kompositionswettbewerb 3’33” für Studierende der HMT Rostock. Die Zusammenarbeit mit den Festspielen MV hat er intensiviert und mit seiner Dirigierklasse eine erfolgreiche Kooperation mit der HMT München geschaffen.

Für Bosch wird es künftig verstärkt international weitergehen. So dirigierte er etwa im vergangenen Jahr Wagners „Holländer” am National Centre for the Performing Arts in Beijing; eine Zusammenarbeit, welche zukünftig u.a. mit „Siegfried” weitergeführt werde. Sein Vertrag als Intendant in Heidenheim wurde in diesem Jahr bis 2030 verlängert. Das Festival entwickelt sich zu einem der wichtigsten Opernfestivals Europas. Das von Marcus Bosch gegründete Festivalorchester Cappella Aquileia und der Aufnahmezyklus von Beethovens Theatermusiken sowie Verdis frühen Opern wird von der Kritik gefeiert und ist gleich zweimal mit dem OPUS KLASSIK prämiert.

Frank Pubantz

Drei Fragen an Dr. Thomas Diestel,
Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft

Die 129. Konzertsaison verspricht viele eindrucksvolle Klassikmomente. Worauf freuen Sie sich besonders?

Diestel: Das Programm ist hochkarätig. Dafür stehen die Musiker der Norddeutschen Philharmonie Rostock, ihr Chefdirigent Marcus Bosch und zahlreiche namhafte Gastdirigenten und Künstler. Besondere Akzente verspreche ich mir von den Mahler-Interpretationen, die Marcus Bosch zum Auftakt und Abschluss der Konzertsaison gewählt hat.

Das Engagement des Chefdirigenten der Norddeutschen Philharmonie Marcus Bosch endet mit der neuen Spielzeit…

Diestel: Ich habe Marcus Bosch als großartigen Musiker, kreativen Ideengeber und Freund schätzen gelernt und bedaure sein Weggehen außerordentlich. Er hat als künstlerischer Leiter das Rostocker Orchester zum Aufblühen gebracht und uns zauberhafte klassische Konzerte erleben lassen. Mit zahlreichen Innovationen und neuen Konzertformaten hat er die Klassikszene in der Hanse- und Universitätsstadt weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus bekannt gemacht. Ich hoffe, dass er uns als Gastdirigent auch nach der 129. Konzertsaison noch viel Freude bereiten wird.

Wie bringt sich die Philharmonische Gesellschaft in die Klassikszene der Stadt ein?

Diestel: Unser Motiv ist die Freude an der Musik. Das Wirken unseres Fördervereins ist so stark wie seine Mitglieder, Freunde und Förderer. An dieser Stelle gilt mein großer Dank allen, die die Orchesterakademie und damit die Ausbildung für junge Musiker in den letzten zehn Jahren finanzieren halfen. Ein Dankeschön auch an die langjährigen und großzügigen Sponsoren wie die Stadtwerke Rostock, die Autohaus Ost GmbH, das Dr. Ebel Moorbad, das Autohaus Krüger, um nur einige zu nennen.

Dr. Thomas Diestel
Foto: Matthias Schultheiß  

Musikalische Martinis im Rostocker Zoo – 26. Klassiknacht unter dem Motto „Very british“

Musik für die junge Generation – Konzerte für Teens in Rostock

Rostock baut ein neues Theater

Video zum Geburtstagskonzert

„Paris Paris“ – Klassiknacht im Zoo am 2. Juni – im Zeichen der Liebe!