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Herzlich willkommen auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!

Hier haben Sie die Möglichkeit Informationen über die Norddeutsche Philharmonie Rostock und ihre Konzerte sowie unsere Vereinsarbeit zu erhalten und mit dem Orchester und mit uns in Kontakt zu kommen.

Bei Unklarheiten finden Sie alle aktuellen Termine  immer auf der Seite des Volkstheaters Rostock (www.volkstheater-rostock.de)! Dort können Sie auch Tickets buchen.

Wir freuen uns über Wünsche und Anregungen, Lob und Kritik zur Arbeit unseres Vereins und der Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Nachricht gerne weiter.

Große Emotionen bei russischen und brasilianischen Rhythmen

Preisgekrönter Pianist Fabio Martino gibt sein Debüt bei der Norddeutschen Philharmonie Rostock

Die Werke des großen russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840-1893) füllen regelmäßig die Konzertsäle auf der ganzen Welt. Er schrieb mit „Schwanensee“ und dem „Nussknacker“ die berühmtesten Ballettstücke der Welt und hat mit zehn Opern, sieben Sinfonien, unzähligen Konzerten und Liedern große Fußabdrücke in der klassischen Musik hinterlassen. Für das 6. Philharmonische Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock hat Chefdirigent Marcus Bosch eines seiner ersten Meisterwerke und seine letzte Sinfonie herausgesucht.

Den Auftakt am Konzertabend bildet die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ (1869) des jungen Tschaikowsky, die als sein erstes Orchesterwerk gilt. Zweimal hat er – 1870 und 1886 – die Ouvertüre überarbeitet, in der er sich mit der tragischen Liebe zweier junger Menschen identifiziert. Er beginnt die Geschichte mit der Klangwelt in einem russischen Kloster. Die Gestalt des Paters Lorenzo aus Shakespeares Drama wird durch die Musik nicht als italienischer, sondern als russischer Mönch charakterisiert. Die Streicher und Bläser beschreiben die friedliche Ruhe, bevor sich das kämpferische Hauptthema Bahn bricht, das den Hass zwischen den Familien und die fanatische Verblendung der beiden Parteien in schrillen Tönen verdeutlicht. Wuchtige Beckenschläge lassen den tragischen Ausgang erahnen. Die Zartheit der Liebe des jugendlichen Paares wird durch den Cellopart verdeutlicht. Im späteren Verlauf der Ouvertüre gewinnt das Thema der Leidenschaft die Oberhand über die zärtliche Liebe. Die Handlung und das tragische Missverständnis sind mit hoher Musikalität auskomponiert. Eine Oper über das Shakespeare-Drama hat Tschaikowski trotz mehrfacher Ansätze im späteren Leben jedoch nicht geschrieben.

Den großartigen Abschluss des 6. Philharmonischen Konzertes im Rostocker Großen Haus bildet die Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“ in h-Moll (op.74) von Peter Tschakowsky. Es ist sein letztes Werk. Es wurde neun Tage vor seinem überraschenden Tod unter seiner Leitung in St. Petersburg uraufgeführt. Für ihn war es das persönlichste und wichtigste Werk, das ein gesamtes Leben mit Zuversicht, Hoffnung, Tatendrang, Liebe, Enttäuschung bis hin zu Verzweiflung und Tod emotional umfasst. Es endet mit einem langsamen Schlusssatz, der für Sinfonien ungewöhnlich ist und dadurch stark an ein Requiem erinnert. Die Sinfonie „Pathétique“ gibt Musikfreunden bis heute Rätsel auf.

Brasilianisches Flair verspricht das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 des brasilianischen Komponisten Mozart Camargo Guarnieri (1907-1993). Als Sohn eines italienischen Einwanderers besuchte er das Konservatorium in São Paulo und begann eine Klavierausbildung. Er befasste sich intensiv mit der brasilianischen Folklore und erhielt als Auszeichnung für eines seiner ersten Werke eine Studienreise nach Paris. Danach arbeitete er einige Zeit in den USA, bevor er nach Brasilien zurückkehrte und am Konservatorium und später an der Universität von São Paulo unterrichtete und das Hochschulorchester gründete. In seiner Heimat errang er als Komponist hohes Ansehen.

Aus São Paulo stammt auch der Solist des Abends Fabio Martino (geb. 1988), der das dynamische und klanggewaltige Klavierkonzert des Komponisten Camargo Guarnieri zu Gehör bringt. Für ihn sei Camargo Guarnieri ein „genialer Komponist“, der Einflüsse der europäischen und nordamerikanischen Musiktradition mit den Rhythmen und der Melodik Brasiliens verbinde.

Fabio Martino lebt seit 2008 in Deutschland und entdeckte ebenfalls bereits als Kind die Faszination des Klavierspiels. Seine Motivation sei immer die Neugier auf Musik gewesen. Diese habe ihn gleichermaßen zu Beethoven, Schumann und Brahms geführt wie auch zu weniger bekannten Komponisten wie Medtner oder Bortkiewicz. „Es ist faszinierend, aus unterschiedlichen musikalischen Welten zu schöpfen, ihre Essenzen aufzunehmen und ihre jeweiligen Botschaften und Bedeutungen zu entdecken“, betonte der Musiker vorab in einem Interview.

Das Repertoire ist dementsprechend umfangreich, reicht von großen romantischen Klavierkonzerten bis hin zu Ersteinspielungen zeitgenössischer Musik. Seit 2021 bildet er zudem mit dem Geiger Alejandro Aldana ein festes Duo, das sich der Kammermusik verschrieben hat, immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Formaten und überraschenden Programmen. Seine Leidenschaft für die Musik überzeugte auch Marcus Bosch, der ihn für das gemeinsame Konzert mit der Norddeutschen Philharmonie nach Rostock holte. Fabio Martino freut sich auf sein Debüt in Rostock und auf ein Wiedersehen mit Marcus Bosch sowie auf die „tolle Energie, die beim gemeinsamen Musizieren mit dem Orchester entsteht.“

Termine: 6. Philharmonische Konzert im Großen Haus des Volkstheaters Rostock am 1. März und am 2. März um 18.00 Uhr sowie am 3. März um 19.30 Uhr. Jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn findet eine Einführung in das Konzert statt. Am Dienstag nach dem Konzert lädt das Orchester zur Philharmonischen Lounge ein.

Fotos: Pianist Fabio Martino + Marcus Bosch

Zweites Kinderkonzert stellt „Karneval der Tiere“ vor

Der Karneval der Tiere (Le Carnaval des animaux) ist eine humorvolle Suite des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835-1921), die er im Jahr 1886 schrieb. Als Lehrer an einer privaten Musikschule in Paris hatte er sich von seinen Schülern zu dem Stück überreden lassen, in dem er populäre Lieder parodiert. Das Werk hat 14 kleine Sätze und dauert ca. 25 Minuten. Zu Lebzeiten hat der Komponist es nicht zur Veröffentlichung freigegeben, heute ist es eines seiner bekanntesten Werke.

Die Stücke werden zumeist von einem Erzähler eingeleitet. So auch beim 2. Kinderkonzert im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Es spielt die Norddeutsche Philharmonie unter Leitung von Svetlomir Zlatkov. Die Moderation liegt in den Händen von Nenad Smigoc. Am Klavier spielen Adrian Sckell und Leo Sckell.

Die Konzerte für Kinder und Jugendliche finden am 18. und 19. März statt.

Barocksaalklassik am 8. März mit Serenaden

Das 2. Barocksaalklassik-Konzert widmet sich serenadenhafter Musik für Streichorchester, welche mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock unter der Leitung des ukrainischen Dirigenten Danyil Ilkiv erklingen wird. Neben Klassikern von Felix Mendelssohn Bartholdy, Edvard Grieg und Antonín Dvořák stehen zum Internationalen Frauentag auch zwei Werke von Komponistinnen auf dem Programm. Dargeboten werden das 1965 geschriebene Divertimento der Polin Grazyna Bacewicz sowie ein Choral der Ukrainerin Hanna Havrylets aus dem Jahr 2005.

Foto: Barocksaal Quelle VTR

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Nachrichten

Volkstheater-Intendant dankt Marcus Bosch

Mit der Konzertsaison 2025/26 endet zum Sommer 2026 das Engagement des künstlerischen Leiters der Norddeutschen Philharmonie Rostock, Marcus Bosch, am Volkstheater Rostock. Unter dem Saison-Motto „Glück und Schmerz“ hat das Konzertpublikum zahlreiche Gelegenheiten, die Philharmonie und den Chefdirigenten zu erleben. Er wird sich im Anschluss neben seiner Professur an der Hochschule für Musik und Theater München vermehrt seiner internationalen Karriere und der Weiterentwicklung der Opernfestspiele in Heidenheim (Baden-Württemberg) widmen. Dem Rostocker Orchester bleibt er als Gastdirigent verbunden. Ab 2013 gastierte er regelmäßig in der Hansestadt, wurde zur Spielzeit 2018/19 als Conductor in Residence berufen, ab 2020/21 als Chefdirigent und prägt seitdem eine künstlerisch überaus erfolgreiche Zeit.

„Ich danke Herrn Bosch für die sehr erfolgreiche und intensive Zeit bei uns, für sein Wirken mit dem Orchester und dafür, dass er mit daran gearbeitet hat, das Theater in die Stadtgesellschaft zu öffnen“, erklärt Ralph Reichel, Intendant des Volkstheaters.

„Ich freue mich sehr auf die herausfordernde neue Spielzeit, die noch einmal ein Panoptikum der gemeinsamen Arbeit mit der Norddeutschen Philharmonie bietet“, sagt Marcus Bosch. „Dabei denke ich an viele bewegende und herausragende Konzert- und Opernerlebnisse zurück und bedanke mich bei allen, die meine Arbeit und mich unterstützt haben.“

Der international gefragte Dirigent, bekannt für seine Innovationsfreudigkeit, hat in Rostock mehrere Formate neu geschaffen und zum Erfolg geführt. Stellvertretend seien die „Klangwolke” in Kooperation mit dem NDR, ein Radio-Konzert in der Corona-Zeit, „Rostock BRAHMSt” als „Graswurzel“-Festival, das erfolgreiche Musik- und Talkformat „Musik am Herd“ in der Kunsthalle und das „Erdmännchenkonzert“ im Zoo genannt. Philharmonische Konzerte haben dem Orchester unter seiner Führung mit erfolgreichen CD-Produktionen und zahlreichen Mitschnitten für Deutschlandfunk Kultur und den NDR überregionale Aufmerksamkeit gesichert. Nicht zuletzt initiierte Bosch den Kompositionswettbewerb 3’33” für Studierende der HMT Rostock. Die Zusammenarbeit mit den Festspielen MV hat er intensiviert und mit seiner Dirigierklasse eine erfolgreiche Kooperation mit der HMT München geschaffen.

Für Bosch wird es künftig verstärkt international weitergehen. So dirigierte er etwa im vergangenen Jahr Wagners „Holländer” am National Centre for the Performing Arts in Beijing; eine Zusammenarbeit, welche zukünftig u.a. mit „Siegfried” weitergeführt werde. Sein Vertrag als Intendant in Heidenheim wurde in diesem Jahr bis 2030 verlängert. Das Festival entwickelt sich zu einem der wichtigsten Opernfestivals Europas. Das von Marcus Bosch gegründete Festivalorchester Cappella Aquileia und der Aufnahmezyklus von Beethovens Theatermusiken sowie Verdis frühen Opern wird von der Kritik gefeiert und ist gleich zweimal mit dem OPUS KLASSIK prämiert.

Frank Pubantz

Drei Fragen an Dr. Thomas Diestel,
Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft

Die 129. Konzertsaison verspricht viele eindrucksvolle Klassikmomente. Worauf freuen Sie sich besonders?

Diestel: Das Programm ist hochkarätig. Dafür stehen die Musiker der Norddeutschen Philharmonie Rostock, ihr Chefdirigent Marcus Bosch und zahlreiche namhafte Gastdirigenten und Künstler. Besondere Akzente verspreche ich mir von den Mahler-Interpretationen, die Marcus Bosch zum Auftakt und Abschluss der Konzertsaison gewählt hat.

Das Engagement des Chefdirigenten der Norddeutschen Philharmonie Marcus Bosch endet mit der neuen Spielzeit…

Diestel: Ich habe Marcus Bosch als großartigen Musiker, kreativen Ideengeber und Freund schätzen gelernt und bedaure sein Weggehen außerordentlich. Er hat als künstlerischer Leiter das Rostocker Orchester zum Aufblühen gebracht und uns zauberhafte klassische Konzerte erleben lassen. Mit zahlreichen Innovationen und neuen Konzertformaten hat er die Klassikszene in der Hanse- und Universitätsstadt weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus bekannt gemacht. Ich hoffe, dass er uns als Gastdirigent auch nach der 129. Konzertsaison noch viel Freude bereiten wird.

Wie bringt sich die Philharmonische Gesellschaft in die Klassikszene der Stadt ein?

Diestel: Unser Motiv ist die Freude an der Musik. Das Wirken unseres Fördervereins ist so stark wie seine Mitglieder, Freunde und Förderer. An dieser Stelle gilt mein großer Dank allen, die die Orchesterakademie und damit die Ausbildung für junge Musiker in den letzten zehn Jahren finanzieren halfen. Ein Dankeschön auch an die langjährigen und großzügigen Sponsoren wie die Stadtwerke Rostock, die Autohaus Ost GmbH, das Dr. Ebel Moorbad, das Autohaus Krüger, um nur einige zu nennen.

Dr. Thomas Diestel
Foto: Matthias Schultheiß  

Musikalische Martinis im Rostocker Zoo – 26. Klassiknacht unter dem Motto „Very british“

Musik für die junge Generation – Konzerte für Teens in Rostock

Rostock baut ein neues Theater

Video zum Geburtstagskonzert

„Paris Paris“ – Klassiknacht im Zoo am 2. Juni – im Zeichen der Liebe!